Wenn eine Kuhherde die Fahrbahn versperrt, kann man schon mal ein paar Minuten Wartezeit einplanen, bis die Tiere den Autos Platz machen – ganz gemütlich versteht sich. Wer sich jetzt fragt wo wir sind, nein – wir sind nicht in Indien sondern im steirischen Almenland. Mit seinen 125 zusammenhängenden Almen gehört es zu den größten Almgebieten in Europa. Also definitiv einen Besuch wert! 😊

Das dachten sich auch einige österreichische BloggerInnen und machten sich Anfang Juli auf den Weg ins schöne Almenland und ins Umweltzeichenhotel Bauernhofer auf der Brandlucken. Wir hatten es hier schon angekündigt und jetzt gibt’s für alle Naturfans alle gesammelten Tipps und Empfehlungen rund um den Urlaub im steirischen Almenland.

Kühe

Aufpassen muss man am Weg von der Sommeralm zur Teichalm. Die Kühe machen es sich gerne auf der Straße gemütlich. 🙂

Wandern mit Ausblick und Einkehr

Auch jetzt im September, wenn sich die Landschaft in erdige Töne hüllt, lässt sich das steirische Almenland wunderbar erkunden. Und wir finden, gerade jetzt ist die schönste Zeit zum Wandern. Goldenes Laub unter den Füßen und Kuh-Glockenläuten im Ohr – herrlich! Ob eine kleine Runde mit der Familie oder eine anspruchsvollere Tagestour, Landschaftserlebnis und Almkulinarik sind immer dabei! Diese vier Wanderrouten zählen wohl zu den schönsten im Almenland.

1. Vom Teichalmsee zur Roten Wand

Wer eine abwechslungsreiche Wanderung sucht, sollte die Route zur Roten Wand hinauf wählen. Auf 1.505 Meter Seehöhe wird man ganz oben mit einem Gipfelpanorama belohnt, das sich sehen lassen kann! Und auch die Tierwelt lässt sich bei dieser Wanderung ganz genau erkunden, denn die Wahrscheinlichkeit, dass man am Weg Steinböcke sichtet, ist nämlich sehr hoch. Natürlich darf bei keiner Wanderung die richtige Stärkung fehlen und auch auf dieser Route ist man natürlich bestens versorgt. Ob schon beim Aufstieg oder erst am Weg zurück, eine Einkehr beim Alm-Erich auf der Tyrnauer Alm ist Pflicht! Aufgrund des dichten Wegenetzes sind viele alternative Routen möglich. So kann man je nach Wetter- und Gemütslage die Strecke wählen.

Wanderung im almenland Teichalm Tyrnaueralm Rote Wand ©Travelpins

Der Ausblick auf die Tyrnauer Alm (wer ganz genau schaut, sieht den Alm-Erich schon mit kühlen Getränken warten 😉 ) und dahinter sieht man auch schon das Ziel, die Rote Wand. ©Travelpins

2. Rund um den Plankogel

Ganz schnell ist das Gipfelkreuz am Plankogel zu erreichen und von dort hat man einen 360 Grad-Panoramablick über das Almenland. Gute zwei Stunden dauert der Rundwanderweg, bis man wieder beim Ausgangspunkt, der Stoakoglhütte, ankommt. Dort wartet dann schon die Stärkung!

3. Teichalm Runde

Kinderwagen/Rollstuhl geeignet und lehrreich – das ist der Moorlehrpfad auf der Teichalm allemal. Auf Holzplanken führt der Pfad durch das Teichalmmoor, vorbei an ruhigen Waldbächen und sumpfiger Landschaft. Für Kinder und Erwachsene ein Erlebnis. Verbunden mit einer Seerunde hat man schon den perfekten Nachmittagsspaziergang und kann in einem der Gasthäuser am See auf Kaffee und Kuchen einkehren. Wer die Alm noch besser kennenlernen möchte, hängt noch eine Wanderung zum Gasthof Holzmeister an und kann am Rückweg bei der Harrerhütte Almkäse und Joghurt verkosten.

Moorweg im Almenland ©Elena Paschinger

Ganz gemütlich die außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt am Moorweg im Almenland erkunden. ©Elena Paschinger

4. Hochlantsch und Schüsserlbrunn

1.720  Meter hoch ist der Hochlantsch – dass man da einen grandiosen Blick über die Umgebung hat, ist verständlich. Der Weg zum Gipfel führt vorbei an der Wallfahrtskirche Schüsserlbrunn, einer kleinen Kapelle, die direkt in den Felsen gebaut und nur über Leitern zu erreichen ist.

Hochlantsch Almenland

Frühaufsteher sollten unbedingt eine morgendliche Sonnenaufgangswanderung auf den Hochlantsch machen.

 

Grün nächtigen im Naturparkhotel Bauernhofer

Wer nicht nur die Freizeitgestaltung im Einklang mit der Natur verbringen möchte, sondern auch seinen Hotelaufenthalt, der ist auf der Brandlucken richtig. Dort befindet sich das frischgebackene Umweltzeichenhotel Bauernhofer, wo Hotelier Simon Bauernhofer auf Regionalität und Nachhaltigkeit schwört. So kommen die Produkte für die kulinarischen Köstlichkeiten aus der Küche aus einem Umkreis von maximal 78 Kilometern. Neben der Kulinarik kann das Hotel aber auch mit seinem „Wald & Wies’n Spa“ auftrumpfen, wo man sich nach einem ereignisreichen Tag schnell wieder regenerieren kann. Und damit die Gäste bei jedem Besuch etwas Neues entdecken können, setzt Simon immer wieder neue Ideen in die Tat um. So gibt es seit einiger Zeit einen Selbstbedienungsladen direkt vor dem Hotel oder auch ein Abendessen am Hochsitz kann man sich bei einem Besuch gönnen.

Almenland Bauernhofer ©freets.at

Zum Hochsitz oder doch lieber in die Greißlerei?  ©freets.at

Direkt gegenüber vom Hotel steht ein altes, liebevoll restauriertes Bauernhaus, die Huab’n. Dort findet man nicht nur eine Greißlerei mit Nahrungsmitteln und handgefertigten Waren, sondern auch ein Wirtshaus, das für verschiedenste Pop-up Events und private Feierlichkeiten genutzt werden kann. Und dann hat das Naturparkhotel Bauernhofer noch eine ganz besondere Attraktion zu bieten. Der Vorplatz zur Huab’n dient als Freilichtbühne für das Brandluckner Huab’n Theater. Jedes Jahr kommen über 13.000 Besucher um sich das Spektakel anzusehen. Das der Theaterbegeisterte Hotelier Simon Bauernhofer dabei jedes Jahr selbst eine kleine Rolle übernimmt, ist natürlich Ehrensache.

Naturparkhotel Bauernhofer

Hotelier Simon Bauernhofer lässt sich immer wieder etwas Neues für seine Gäste einfallen.

Genuss, Action und Regionalität

Wenn alle Berge erkundet und alle Gipfel erklommen sind, wartet das Almenland schon mit weiteren Ausflugsmöglichkeiten. Genuss, Action oder regionale Betriebsbesichtigungen – für alle Geschmäcker findet man die richtige Freizeitaktivität.

Tipp: Auch im Winter lässt es sich in der Region sehr gut aushalten. SchifahrerInnen haben die Wahl, denn es gibt drei Lifte zwischen Teichalm und Sommeralm. Und dank Schiverleih und Schischule, kommen auch gelegentliche HobbyschifahrerInnen und die kleinsten Schihaserl auf ihre Kosten. Ganz besonders ist auch die Langlaufloipe, die bei optimalen Bedingungen 16km umfasst.

Interessierten an regionalen Betrieben und Handwerk empfehlen wir einen Besuch in der Edelbrennerei Graf in Sankt Kathrein am Offenegg. Dort kann man die edlen Brände verkosten und ist bei der Herstellung hautnah dabei. Wenn gerade Erntezeit ist, kann man bestimmt beim ein oder anderen Obstbaum naschen.

Edle Schnäpse ©Reiseblitz.com

Eine Verkostung darf beim Besuch der Edelbrennerei Graf natürlich nicht fehlen.  ©Reiseblitz.com

 

Familien können in Koglhof mit der Sommerrodelbahn ins Tal sausen und im Motorikpark die Sinne schulen. Bestimmt kommen während der schnellen Fahrt mit der Sommerrodelbahn auch bei den Erwachsenen Kindheitserinnerungen hoch. 🙂

Oder lieber etwas in luftiger Höhe? Nicht nur für kleine Kletteräffchen ist der AlmErlebnispark auf der Teichalm ein besonderes Erlebnis. Denn in diesem findet man neben einem Waldbewegungs- und Erlebnispark und einem Miniklettergarten für die Kleinen auch einen Hochseilgarten. Auch für große Kletterbegeisterte wird Höhenluft schnuppern hier zum Abenteuer!

Noch mehr Auswahl an Möglichkeiten gibt’s mit der Genuss Card Steiermark. Diese ist bei einer Übernachtung bei vielen Gastgebern inkludiert und ermöglicht freie Eintritte und Ermäßigungen zu zahlreichen Ausflugszielen und Attraktionen.

 

Du möchtest erfahren, was die BloggerInnen im Naturpark Almenland erlebt haben und welche persönlichen Geheimtipps sie dir mitgeben möchten? Dann gibt’s hier die ganzen Geschichten zum Nachlesen:

Sommerfrische auf der Brandlucken: Zu Gast im Naturhotel Bauernhoferdie Travelpins berichten

Umwelt, Regionalität, Team & Theater: Warum Ihr auch einfach nur ein paar Tage Urlaub im Naturhotel Bauernhofer verbringen könnt, schreibt Elena Paschinger!

Über Familienurlaub im Almenland und dem Naturhotel Bauernhofer berichtet Claudia Schlager von Freets.at

Wolfgang und Jessica von Reiseblitz berichten über ihre Erlebnisse im Almenland

 

Beitragsbild ©Almenland; E.Neffe