Klimaschutz ABC

Jede Woche gibt es auf unserer Facebook Seite sowie auf Instagram einen neuen Begriff zum Klimaschutz, den wir euch näher vorstellen wollen. Damit auch wirklich jeder die Umweltschutz- und Klimaschutz-Sprache versteht!

A

Abfall, das sind Reste, die bei der Zubereitung oder Herstellung von etwas entstehen - ein unbrauchbarer Überrest. Die gesetzlichen Grundlagen für die Abfallwirtschaft in Österreich sind im Abfallwirtschaftsgesetz (AWG 2002) geregelt.  Die wichtigsten Inhalte darin betreffen die Vermeidung, die Vorbereitung zur Wiederverwendung sowie das Recycling von Abfall in Österreich. Neben dem AWG 2002 gibt es zusätzlich in allen neun Bundesländern Landesgesetze, welche vor allem die Müllgebühren und die Organisation der Müllabfuhr festlegen. 
Kernenergie, Atomenergie, Atomkraft oder auch Kernkraft genannt ist die Technologie zur großtechnischen Erzeugung von Sekundärenergie mittels Kernspaltung. Seit den 1950er Jahren wird sie in großem Maßstab zur Stromproduktion genutzt. Einst wurde sie als billige und saubere Energiequelle angepriesen. Doch mittlerweile ist man sich auch den Schattenseiten bewusst: ungelöste Sicherheitsprobleme und der radioaktiver Atommüll für hunderttausende Jahre. Derzeit laufen weltweit ungefähr 440 Atomreaktoren. Nach der größten Atomkatastrophe (Tschernobyl) wurden viele Reaktoren stillgelegt bzw. der Atomausstieg beschlossen. Die Uran-Abbau-Kette und der Bau und Betrieb von AKW's verursacht weit mehr Treibhausgas-Emissionen als Erneuerbare Energien. Somit gilt Atomkraft nicht als Klimaretter.
Alternative Energien sind umweltfreundliche Energiequellen wie Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse, die eine Alternative zu fossilen Brennstoffen darstellen. Sie sind meist erneuerbar und tragen durch geringere Emissionen von Treibhausgasen zur Reduzierung des Klimawandels bei. Die Technologie in diesem Bereich entwickelt sich stetig weiter, was die Effizienz und Kosteneffektivität verbessert. Trotz vieler Vorteile gibt es Herausforderungen wie die Speicherung und Verteilung dieser Energien. Nichts desto trotz können Investitionen in alternative Energien die Schaffung neuer Arbeitsplätze fördern und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern.

B

Darunter versteht man die Verbauung von freien Flächen mit einer wasserundurchlässigen Schicht, wie z.B. beim Bau von Gebäuden, Straßen oder Parkplätzen.  In den letzten 10 Jahren wurden in Österreich durchschnittlich 24 Fußballfelder pro Tag verbaut. Durch diese Versiegelung gehen praktisch alle biologischen Funktionen des Bodens verloren. Der Verlust der Humusbildung, der Wasseraufnahmefähigkeit, der Filterfunktion und der Biodiversität sind damit gegeben. Die Hochwassergefahr steigt und der natürliche Lebensraum wird dadurch zerstört. Die Bodenversiegelung zählt europaweit zu den größten umweltpolitischen Herausforderungen. Es ist wichtig, dass Acker- und Grünland sowie Innenhöfe oder Gärten möglichst wenig versiegelt werden. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Verbau von Flächen bis 2030 auf 2,5 ha pro Tag zu reduzieren.

Unter diesem Begriff ist eine moderne und nachhaltige Form des Wirtschaftens gemeint. Diese basiert auf der effizienten Nutzung von biologischen Ressourcen wie Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen. Das langfristige Ziel von Bioökonomie ist eine Kreislaufwirtschaft, in der Materialien mehrfach verwendet werden und möglichst wenig verschwendet wird. Ein gutes Beispiel dafür ist z.B. Kleidung aus Kaffeesatz oder Treibstoff aus Strohresten.

Die biobasierte Wirtschaft, ein Synonym für Bioökonomie, erstreckt sich über alle industriellen und wirtschaftlichen Sektoren, die erneuerbare biologische Ressourcen zur Herstellung von Produkten zur Bereitstellung von Dienstleistungen nutzen. Dazu zählen alle Branchen, die biologische Ressourcen produzieren, verarbeiten oder in irgendeiner Form nutzen. Wie z.B. Land- und Forstwirtschaft, die Energiewirtschaft, Fischerei- und Aquakulture, Chemie und Pharmazie, Nahrungsmittelindustrie, die industrielle Biotechnologie, Kosmetik-, Papier- und Textilindustrie sowie Umweltschutz.

Hier findest du ein Video, indem #Bioökonomie nochmal kurz erklärt wird.

Biodiversität beschreibt die Vielfalt des Lebens auf der Erde, einschließlich der Unterschiede zwischen allen Pflanzen- und Tierarten. Jede Art trägt auf einzigartige Weise zu ihrem Lebensraum bei und hilft dabei, Ökosysteme wie Wälder und Seen zu formen. Diese Ökosysteme sind dynamisch und beherbergen eine Vielzahl von Arten, die zusammenwirken und wichtige Prozesse wie den Energiefluss und den Nährstoffkreislauf unterstützen. Ökosysteme mit großer Artenvielfalt sind oft widerstandsfähiger gegen Störungen und wirtschaftlich wertvoll, da sie wichtige Ressourcen und Dienstleistungen bieten. Ein Beispiel für die Bedeutung der Biodiversität ist die Bestäubung, bei der viele Pflanzen auf Tiere wie Bienen angewiesen sind. Der Schutz unterschiedlicher Lebensräume ist daher entscheidend, um die Vielfalt der Arten zu erhalten, was sowohl der Umwelt als auch dem Menschen zugutekommt.

Hier ein Video für dich, das den Begriff BIODIVERSITÄT nochmal kurz erklärt

C

CO2e sind eine Messeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase.

Neben Kohlendioxid (CO2) gibt es weitere Treibhausgase wie z.B. Methan oder Lachgas. Diese verschiedensten Gase tragen nicht in gleicher Masse zum Treibhausgaseffekt bei und verbleiben auch unterschiedlich lange in der Atmosphäre. Um diese Wirkung vergleichbar zu machen, hat das Expertengremium der Vereinten Nationen (IPCC) das sogenannte globale Erwärmungspotenzial definiert.

Dieser Index drückt die Erwärmungswirkung einer bestimmten Menge eines Treibhausgases über einen festgelegten Zeitraum (meistens 100 Jahre) im Vergleich zu der von Co2 aus. So können Treibhausgasemissionen in CO2-Äquivalente umgerechnet und zusammengefasst werden.

Beispiel: Das CO2-Äquivalent für Methan beträgt 28 für 100 Jahre: Das bedeutet, dass ein Gramm Methan in 100 Jahren 28-mal so stark zum Treibhauseffekt beiträgt wie ein Gramm Kohlendioxid.

Quelle: http://myclimate.org und die umweltberatung

soll Treibhausgas-Emissionen ausgleichen. Dafür werden die Emissionen eines Produkts, eines Unternehmens, einer Dienstleistung oder sogar von einem Staat bilanziert.

Privatpersonen und Unternehmen haben die Möglichkeit ihren eigenen Ausstoß an klimaschädlichen Gasen auszugleichen indem sie CO2-Zertifikate aus Klimaschutzprojekten kaufen. Diese Projekte fördern verschiedene Tätigkeiten zum Klimaschutz wie z.B. den Ausbau von erneuerbaren Energien.

Wie sinnvoll ist eine freiwillige Co2 Kompensation? Das hat Quarks in diesem Beitrag hinterfragt, der auf jeden Fall lesenswert ist: https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/das-bringt-es-co2-emissionen-zu-kompensieren/

Composting ist eine äußerst effektive Methode ist, um die Bodenfruchtbarkeit zu steigern und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Beim Composting werden Pflanzen- und Lebensmittelabfälle in eine wertvolle Mischung umgewandelt, die reich an essentiellen Nährstoffen und nützlichen Organismen wie Bakterien und Pilzen ist. Dieser natürliche Prozess trägt nicht nur dazu bei, dass deine Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen versorgt werden, sondern reduziert auch die Notwendigkeit von chemischen Düngemitteln. Egal, ob du einen Garten hast oder einfach nur umweltbewusster leben möchtest - Composting ist ein einfacher Schritt in Richtung Nachhaltigkeit! Durch die Nutzung dieser Methode können wir aktiv dazu beitragen, Abfälle zu reduzieren und die ökologische Vielfalt zu fördern. Mach mit und entdecke die vielen Vorteile von Composting!

D

Das bedeutet eine Verkleinerung technischer Größen bei gleicher oder ähnlich bleibender Leistungsfähigkeit. Dadurch soll der Energieverbrauch gesenkt werden. Der Begriff Downsizing kommt in den letzten Jahren sehr oft im Zusammenhang mit Fahrzeugmotoren und im Immobilienbereich vor. Downsizing bei Fahrzeugmotoren: Damit ist die Reduktion von Größe und Gewicht von Verbrennungsmotoren gemeint, ohne dabei bei der Antriebsleistung Verluste zu haben. Reduziertes Gewicht bedeutet Einsparung an Material sowie zusätzliche Einsparung von Kraftstoff. Dies soll damit auch eine Reduzierung von klimaschädlichen CO2-Emissionen ermöglichen. Downsizing bei Immobilien: Der Trend für größere Wohnflächen von Einfamilienhäusern ist stetig im Steigen, obwohl die Anzahl der in einem Haushalt zusammenlebenden Personen sinkt. Dank zunehmendem Umweltbewusstsein ist der Trend "Small House Movement" stark im Kommen - vor allem in den USA. Kleinere Häuser und Wohnflächen sparen Geld und Ressourcen und vereinfachen das Leben. Downsizing kann aber auch sehr gut im Alltag eingebaut werden, z.B. im Kleiderschrank. Quelle: http://Energie-Lexikon.info und Wikipedia
Unter diesen Begriff versteht man den Mangel an Wasser, der durch weniger Niederschlag und/oder einer höheren Verdunstung durch hohe Temperaturen (oder Wind) als üblich verursacht wird. Je nach Dauer und Auswirkungen wird eine Dürre in folgende Bezeichnungen eingeteilt: 🌡️meteorologische Dürre (ein bis zwei Monate trockener als üblich) 🌡️landwirtschaftliche Dürre (zwei Monate und länger, hier werden Erneeinbußen verzeichnet) 🌡️hydrologische Dürre (ab vier Monate, hier ist das Grundwasser betroffen) 🌡️sozio-ökonomische Dürre (ab einem Jahr, der Wassermangel bremst hier schon die produzierende Wirtschaft) Die fortschreitende globale Erwärmung ist sehr wahrscheinlich dafür verantwortlich, dass #Dürren häufiger in den meisten Region von Afrika, Australien, Südeuropa, in den südlichen vereinigten Staaten, in Mittelamerika und in der Karibik, in Nordwestchina und in Teilen von Südamerika vorkommen werden. Quelle: Deutscher Wetterdienst; Umweltbundesamt .de

E

Ist das zentrale Klimaschutzinstrument der EU. Mit ihm sollen die Treibhausgas-Emissionen der Energiewirtschaft und der Industrie reduziert werden. Seit 2012 spielt hier auch der innereuropäische Luftverkehr eine Rolle. Indem eine begrenzte Zahl an Emissionsrechten ausgegeben und anschließend am Markt gehandelt wird, sollen die Treibhausgase verringert werden. Aktuell umfasst und begrenzt es den Kohlendioxidausstoß von rund 11.000 Anlagen in 30 europäischen Ländern (27 EU-Staaten + Lichtenstein, Island, Norwegen und der Schweiz). Zusammen verursachen diese Anlagen rund 40% der Treibhausgas-Emissionen in Europa. Ein/e Betreiber/in einer erfassten Anlage muss für jede Tonne CO2 ein gültiges Zertifikat vorlegen. Ein Teil der Zertifikate wird kostenlos zugeteilt, die übrige Menge wird versteigert. Die Zertifikate sind handelbar und es gibt immer nur eine begrenzte Menge an neuen Zertifikaten pro Jahr. Somit erhalten die Emissionen einen Preis und die Anlagenbetreiber:innen haben einen Anreiz, diese zu verringern. Quelle: Umweltbundesamt & Wikipedia
Das Europäische Umweltzeichen - Das #EUEcolabel dient als grenzüberschreitendes Umweltgütesiegel, das im gemeinsamen europäischen Markt als einheitliche Kennzeichnung für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen dient. Es wurde 1992 von der Europäischen Kommision ins Leben gerufen. Die Erarbeitung der Richtlinien zur Vergabe des Ecolabels erfolgt in Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedstaaten. Alle Informationen zum #Gütesiegel kannst du hier nachlesen: https://www.umweltzeichen.at/de/ecolabel/start

F

Sind tote Biomasse, die vor Millionen von Jahren abgestorben sind und durch geologische Prozesse in Kohle, Erdöl und Erdgas umgewandelt wurde. Erdgas gilt als energiereichster fossiler Brennstoff. Durch die Verbrennung werden sie in Wärme für Wohnen und Warmwasser umgewandelt. Bei dieser Verbrennung wird CO2 freigesetzt, laut Expert:innen sind fossile Brennstoffe die Hauptquelle von menschlichen Treibhausgasen. Das Gegenstück zu ihnen sind die erneuerbaren Energien. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich in absehbarer Zeit wieder selbst erneuern und klimafreundlich sind. Bereits bis 2030 soll in Österreich der Anteil von erneuerbaren Energien auf 45 bis 50 Prozent gesteigert werden bis 2050 will sich Österreich von fossilen Energieträgern abkehren. Quellen: energiehoch3, vaillant und Statista
Klimaflüchtlinge oder Menschen, die aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels ihre Heimat verlassen müssen, greifen oft als letztes Mittel zur Flucht. Flucht ist ein Begriff, der verwendet wird, um die Bewegung von Menschen von einem Ort zum anderen auf der Suche nach Sicherheit zu beschreiben. Es kann sowohl innerhalb als auch über Grenzen hinweg auftreten und beinhaltet oft das Durchqueren mehrerer Länder, um ein sicheres Ziel zu erreichen. "Der #Klimawandel" könnte zum Hauptfluchtgrund werden. Er verstärkt den Wettstreit um die Ressourcen - Wasser, Nahrungsmittel, Weideland - und daraus können sich Konflikte entwickeln." - so Antonio Guterres auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen 2009. Die meisten Menschen, die im Zusammenhang mit dem Klimaveränderungen und Naturkatastrophen zur Flucht gezwungen werden, bleiben in ihren eigenen Ländern. 40% der Geflüchteten leben in Ländern, die durch Veränderungen des Klimas besonders betroffen sind. Noch mehr Informationen dazu findest du bei der UNO-Flüchlingshilfe, welche auch uns als Quelle diente. Hier der Link.

G

Ist eine kritische Bezeichnung für PR- und Marketingmethoden, die darauf abgezielen, ein Unternehmen in der Öffentlichkeit als nachhaltig und umweltbewusst darzustellen, ohne dass es dafür hinreichende Grundlagen gibt. Der Ausdruck "Greenwashing" bedeutet wortwörtlich "grünwaschen". Das "Grün" steht für die Natur und den Umweltschutz, das "Waschen" im Sinne von "sich reinwaschen". Es haben sich schon verschiedenste Greenwashing Strategien entwickelt. Wir haben die 6 bekanntesten für dich am Blog zusammengefasst. Hier gehts zum Beitrag.  Quelle: Wikipedia
Ist ein Format des Österreichischen Umweltzeichens und zeigt auf, welche Events/Seminare ein Zeichen im Umweltschutz setzen. Veranstalter:innen haben die Möglichkeit ihre Veranstaltung in einem lizenzierten Veranstaltungsort auszutragen und das Event an sich zertifizieren zu lassen. Veranstaltungen bewegen Menschen, schaffen Erlebnisse oder helfen Unternehmen Ihre Produkte zu präsentieren und sind ein wichtiger Wirtschaftszweig. Es gibt dabei aber viele Rädchen an denen gedreht werden kann um den ökologischen Fußabdruck einer Veranstaltung als #GreenEvent zu verringern. Alle Informationen zu Green Meetings sowie eine Reihe von Best Practice Beispielen findest du hier.

H

Der Klimawandel hat spürbare negative Auswirkungen auf Großstädte. Die massive Bodenversiegelung, zu wenig Grünflächen und die Ableitung von Niederschlagswasser in Kanälen verstärken die Hitzebelastung in Städten. Verschärft wird dies noch von der Abwärme des Kfz-Verkehrs. In dicht bebauten Gebieten kann ein lokaler Hitzestau entstehen. Dies ist der Hintergrund des UHI - Urban Heat Island - Projekt der EU, bei dem sich 8 europäische Metropolen - Budapest, Ljubljana, Modena, Padua, Prag, Stuttgart, Wien und Warschau - beteiligen. Wien hat sich für die kommenden Jahre folgende Ziele gesetzt: - Verbesserung des Komforts durch ausreichende Beschattung, Belüftung sowie Begrünungsmaßnahmen bei Gebäuden. - Verbesserung des Stadtklimas durch wichtigere Planungsinput für Gestaltungsmaßnahmen, wo immer möglich sollen noch mehr Grünflächen geschaffen werden. - Nutzung der Ergebnisse des UHI, um Wärmeinseln besser zu erkennen. - Einsatz von Regenwassermanagement. Quelle und noch mehr Infos: https://www.wien.gv.at/umweltschutz/uhi.html sowie https://www.vcoe.at/hitzeinseln
Bezieht sich auf eine Reihe von Maßnahmen und Strategien, die darauf abzielen, die schädlichen Auswirkungen von Hochwasserereignissen zu verhindern oder zu reduzieren. Hochwasser ist ein natürliches Phänomen, bei dem Flüsse, Seen oder Küstenregionen über ihre Ufer treten und umliegende Gebiete überschwemmen. Die Hochwassergefahr in Österreich ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Ein Grund dafür ist sicherlich auch die #Klimakrise. U.a. sind folgende Faktoren für vermehrte Hochwasserkatastrophen verantwortlich:
  • Anstieg der Temperatur in Österreich, was zu mehr Schmelzwasser aus Gletschern und Schneedecken führt
  • Veränderungen im Niederschlag: höhere Niederschläge im Winter und weniger Niederschläge im Sommer
  • Zunahme von Extremwetterereignissen: Starkregen und Stürmen führen immer mehr zu Überschwemmungen und Hochwasser
  • Veränderung der Schmelzzeitpunkte von Schneedecken können Hochwasser beeinflussen
Im Zuge der EU-Hochwasserrichtlinien werden integrierte und grenzüberschreitend koordinierte Maßnahmenprogramm zur Verringerung der Hochwasserrisiken erstellt. Diese kannst du hier nachlesen. 

I

Bezeichnet den nicht umkehrbaren physikalischen Zustand bzw. chemischen Vorgang. Auch wenn die Menschen es schaffen würden, CO2-neutral zu leben, würde die Erwärmung unseres Planeten noch weitergehen. Denn der Klimawandel ist irreversibel. Auch die Folgen bei einer Erderwärmung von über 1,5 Grad sind irreversibel - sprich die Gefahren wie Hitze, Lebensmittel- und Wasserknappheit und Hungersnot bleiben für uns Menschen bestehen und sind nicht mehr umkehrbar. Quelle: Wikipedia und Spiegel https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltklimarat-warnt-irreversiblen-folgen-bei-erderwaermung-von-ueber-1-5-grad-a-bca12dcd-99c5-4fbd-af2b-f2336dc33566
Die Klimakrise ist ein globales Phänomen, das nur durch internationale Kooperationen bewältigt werden kann. Internationale Zusammenarbeit für die Umweltpolitik bedeutet gemeinsame Anstrengungen von Regierungen, Organisationen und NGOs, um globale Umweltprobleme anzugehen. Klimawandel, Biodiversität, Meeres- und Luftverschmutzung - wir müssen diese Herausforderungen zusammen lösen. Durch den Austausch bewährter Praktiken, politische Strategien und finanzielle Unterstützung können wir eine nachhaltige Zukunft schaffen. Zusammen können wir den Unterschied machen!

J

Unter einer Initiative versteht man den Anstoß zu einer Handlung bzw. den ersten Schritt bei einer bestimmten Handlung. Die wohl bekannteste Jugendinitiative seiner Zeit ist Fridays For Future. Fridays For Future Austria sind Schüler*innen, Lehrlinge, Studierende und (junge) Menschen aus verschiedenen Teilen Österreichs, die nicht mehr zusehen wollen, wie deren Zukunft verspielt wird. Sie sind eine politische Druckbewegung, die Entscheidungsträger:innen dazu auffordert, das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Die Jugendinitiative ging 2018 das erste Mal auf die Straße, nach dem Vorbild der damals 15-jährigen Schwedin Greta Thunberg. Willst du auch ein Teil der Jugendinitiative sein oder willst mehr Informationen zum Thema? Dann schau unbedingt auf der Website von Fridays For Future Austria vorbei: https://fridaysforfuture.at/ Quelle: Fridays For Future Austria
bezieht sich auf die Bewertung und Analyse der Umweltauswirkungen einer bestimmten Organisation, eines Unternehmens oder eines Landes über einen Zeitraum von einem Jahr. Eine umfassende Jahresbilanz umfasst die Messung von Treibhausgasemissionen, den Energieverbrauch, den Wasserverbrauch, die Abfallproduktion und andere Umweltaspekte. Sie dient dazu, den Fortschritt bei der Reduzierung von Umweltauswirkungen zu bewerten, Ziele für die Zukunft festzulegen und Strategien zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks zu entwickeln. Die Jahresbilanz ist ein wichtiges Instrument, um Umweltschutzmaßnahmen zu überwachen und den Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise zu messen. Der 13. Umweltkontrollbericht 2022 vom Umweltbundesamt beleuchtet in 15 Kapiteln die Entwicklung der Umweltsituation in Österreich von 2019 - 2022 - hier der Link.

K

Sie soll dafür sorgen, dass die ungleiche Verteilung der Folgen der globalen Erwärmung unter Berücksichtigung des Verursacherprinzips ausgeglichen wird. Da mehrheitlich die Bevölkerungsgruppe, die am wenigsten zum vom Menschen verursachten Klimawandel beiträgt, oftmals am stärksten darunter leidet. Klimagerechtigkeit benennt die gemeinsame Verantwortung, die wir für den Klimaschutz haben - und auch die besondere Verantwortung der Verursacher:innen, die entstandenen Schäden auch wieder gut zu machen und neue Schäden zu verhindern. Der Begriff kam in den 1960er Jahren zum ersten Mal zum Vorschein. Als weiße Amerikaner:innen gegen den Bau eines Chemiekonzernes in der Nachbarschaft demonstrierten. Die Folge dessen war es, dass das Kraftwerk im Nachbarort gebaut wurde, wo hauptsächlich die ärmere Bevölkerungsschicht beheimatet war. Doch diese nahmen dies auch nicht so hin und brachten den Vorwurf des Umweltrassismus vor und forderten Umweltgerechtigkeit. Mehr dazu liest du im ausführlichen Beitrag von Utopia: https://utopia.de/ratgeber/klimagerechtigkeit-was-ist-das-eigentlich/ Quelle: Wikipedia und Utopia
Ist ein Konzept, das darauf abzielt, den Ressourcenverbrauch und die Umweltauswirkungen zu reduzieren, indem sie sich auf die effiziente Nutzung von Ressourcen konzentriert. Im Gegensatz zur herkömmlichen linearen Wirtschaft, in der Produkte nach der Nutzung entsorgt werden, sieht die Kreislaufwirtschaft vor, dass Produkte, Materialien und Ressourcen in geschlossenen Kreisläufen gehalten werden. In einer Kreislaufwirtschaft werden Produkte so konzipiert, dass sie länger halten, repariert und wiederverwendet werden können. Wenn ein Produkt nicht mehr genutzt werden kann, sollen die enthaltenen Materialien recycelt oder in anderer Weise zurückgewonnen werden, um neue Produkte herzustellen. Dadurch wird die Abfallmenge reduziert und der Bedarf an natürlichen Ressourcen verringert.

L

Lebensmittelabfälle werden vier Bereichen zugeordnet: 1. Zubereitungsreste: fallen beim Putzen und bei der Zubereitung von Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch an und sind zu einem Großteil, nicht essbare Bestandteile der Lebensmittel. Beispiele sind Eierschalen, Kaffeesud, Schalen und Knochen 2. Speisereste: klassische Tellerreste nach der Mahlzeit 3. originale Lebensmittel: Teil einer größeren Verpackungseinheit oder ganzes Stück eines unverpackten Lebensmittels z. B. ein ganzer Apfel 4. angebrochene Lebensmittel: halb volle Packungen, angeschnittene Lebensmittel 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden in einem Jahr weggeworfen oder sind Verluste entlang der Wertschöpfungskette. Das ist rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel. In österreichischen Haushalten werden bis zu 157.000 Tonnen an angebrochenen sowie Original verpackten Lebensmittel weggeworfen, obwohl diese bei rechtzeitigem Konsum noch genießbar gewesen wären. Wiener:innen werfen jährlich rund 40 Kilogramm Lebensmittel weg, die eigentlich noch gegessen werden hätten können. Die häufigsten Gründe für Lebensmittelverschwendung sind die falsche Planung von Einkäufen und die falsche Lagerung von Lebensmitteln. Tipps gegen die Lebensmittelverschwendung findest du hier: https://info.bml.gv.at/themen/lebensmittel/lebensmittelverschwendung.html Quelle: Stadt Wien https://www.wien.gv.at/umweltschutz/abfall/lebensmittel/fakten.html
ist ein Bündnis von Klimaaktivist:innen. Die Letzte Generation AT beschreibt sich selbst als "eine gewaltfreie Widerstandsbewegung, die sich nicht mehr ignorieren lässt". Die Aktivist:innen fordern u.a. das Tempolimit 100 km/h auf den Autobahnen sowie, dass keine neuen Öl- und Gasprojekte mehr in Österreich vorangetrieben werden. Der Name "Letzte Generation" wird genutzt weil, "wir als erste Generation die Folgen der Klimakrise spüren und gleichzeitig die letzte Generation sind, die noch etwas tun kann". Die Protestaktionen der Letzten Generation sorgten in den Nachrichten u.a. auch für negative Schlagzeilen. Die Art und Weise, wie die Mitglieder:innen der Aktivistengruppe protestieren wird von vielen hinterfragt. "Doch ein ziviler Widerstand ist kein Beliebtheitswettbewerb", so die Letzte Generation. Es geht darum, dass die Bedrohung durch die Klimakrise nicht länger totgeschwiegen wird... und es funktioniert! Möchtest du mehr über das Bündnis erfahren? Dann schau auf der Website vorbei.

M

Ist eine organische Verbindung aus einem Kohlenstoffatom und vier Wasserstoffatomen. In der Natur kommt Methan hauptsächlich als Hauptbestandteil von Erdgas vor, somit ist es eine attraktive Energiequelle für uns Menschen. Methan wird als Treibhausgas eingestuft und trägt somit auch einen hohen Anteil an der vom Menschen verursachten Erderwärmung bei. Es entsteht bei der Zersetzung von organischem Material und wird heute bei vielen Zersetzungsprozessen freigesetzt. In Mooren z. B. das Sumpfgas, bei dem durch die mikrobielle Umsetzung von Pflanzenmaterial im Verdauungssystem von Wiederkäuern (Rindern und Schafen) sogar bis zu 250 Mio. Tonnen Methangas pro Jahr entstehen. Es kommt jedoch auch im Permafrost Sibiriens vor oder am Meeresgrund als sogenannte Methanhydrate (Methan, welches in gefrorenem Wasser eingelagert ist). Quelle: Lernhelfer und Wikipedia
sind verschieden geformte Kunstoffteilchen mit einer Größe von 0,1-5.000 µm (0,1 µm – 5 mm). Grundsätzlich unterscheidet man zwischen primären und sekundären Mikropartikeln aus Kunststoff. Primäre Partikel werden gezielt für den Gebrauch in vorgesehener Größe hergestellt, z.B. für Duschgels oder Zahnpasta. Sekundäre Partikel entstehen unbeabsichtigt aus gewöhnlichen Gebrauchsgegenständen aus Kunststoff durch Alterungs- und Zerfallprozesse wie z.B. durch den Abrieb von Produktionsanlagen oder durch Umweltverschmutzung. Die sekundären Mikroplastikpartikel kommen viel häufiger vor und stellen v.a. in den Meeren ein Problem dar. Über Fisch und Meeresfrüchte kann Mikroplastik in die Nahrungskette gelangen. Die Freisetzung von umweltschädlichen Mikroplastik soll drastisch reduziert werden in Österreich, mit dem "Aktionsplan Mikroplastik" soll dies gelingen. Im Aktionsplan findet sich etwa eine wesentliche Änderung bei der Klärschlammbewirtschaftung. So sollen oftmals stark mit Mikroplastik belastete Klärschlamme in Zukunft nicht mehr in die Natur geraten. Österreich wird außerdem auf europäischer Ebene konsequent daran arbeiten, dass in Wasch- und Reinigungsmitteln, Düngemittel oder auch in Kosmetika kein Mikroplastik mehr enthalten sein darf. Um diese Entwicklung zur unterstützen, plant das BMK außerdem die Erforschung und Überwachung der Mikroplastikbelastung in der Umwelt zu verstärken. Hier gehts zum gesamten Bericht.

N

Beschreibt Produktionsprozesse, Dienstleistungen, Tätigkeiten oder Gegenstände, bei deren Bau, der Benutzung oder der Ausführung keine umweltschädlichen Emissionen entstehen. Die sogenannte Netto-Null-Emission ist die rechnerisch gemeinte Form von Null-Emissionen. Verbleibende Emissionen sollen durch "negative Emissionen" ausgeglichen werden. Wer zum Beispiel in einem Jahr eine Tonne CO2 ausstößt, der muss im selben Zeitraum dafür sorgen, dass eine Tonne CO2 aus der Atmosphäre entzogen wird, dies würde z.B. durch das Pflanzen von Wäldern gelingen. Quelle: Geo & Wikipedia
Die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) ist ein globaler Plan zur Förderung nachhaltigen Friedens und Wohlstands und zum Schutz unseres Planeten. Seit 2016 arbeiten alle Länder daran, diese gemeinsame Vision zur Bekämpfung der Armut und Reduzierung von Ungleichheiten in nationale Entwicklungsplänen zu überführen. Dabei ist es besonders wichtig, sich den Bedürfnissen und Prioritäten der schwächsten Bevölkerungsgruppen und Länder anzunehmen - denn nur wenn niemand zurückgelassen wird, können die 17 Ziele bis 2030 erreicht werden. Die 17 Ziele sowie die Informationen zu den einzelnen Zielen findest du hier: https://unric.org/de/17ziele/

O

Dabei handelt es sich um eine Ausdünnung der Ozonschicht, die erstmals 1985 am Südpol und über der Antarktis entdeckt wurde. Die ausgedünnte Schicht lässt mehr vom UV-B Anteil der Sonnenstrahlung zum Erdboden durch. 1987 zog die internationale Staatengemeinschaft an einem Strang und verbat ozonschädliche Substanzen. Im Fokus standen hier Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) - künstliche chemische Verbindungen, die als Treibgas, Kältemittel und Lösungsmittel im Einsatz waren. Da diese ozonschädlichen Mittel eine Lebenszeit von 50 bis 100 Jahren haben, wird es jedoch noch etwas dauern, bis sich das entstandene Ozonloch wieder schließt. Ein aktuelleres Interview auf National Geographic mit Physiker und Ozonforscher Dr. Rolf Müller liest du mehr über den aktuellen Stand des Ozonlochs: https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2021/09/klimaschutz-wie-steht-es-um-das-ozonloch Quelle: Wikipedia und National Geographic
Umweltsteuern haben das Ziel, Produzent:innen und Konsument:innen zu einer Reduzierung der Umweltbelastung und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Darunter versteht man Steuern, deren Bemessungsgrundlagen einen negativen schädlichen Einfluss auf die Umwelt haben. Die Höhe der Steuereinnahmen lassen jedoch keine Rückschlüsse auf das Umweltverhalten zu. So können hohe Ökosteuereinnahmen entweder das Ergebnis einer hohen Besteuerung oder eines hohen Einsatzes derartiger Produkte (bei niedriger Besteuerung) sein. Natürlich ist auch eine Kombination aus beiden Effekten möglich. Eine Übersicht der Umweltsteuern in Österreich findest du bei Statistik Austria: https://www.statistik.at/statistiken/energie-und-umwelt/umwelt/oeko-steuern

P

Bereits 1979 wurde auf der ersten Klimakonferenz der Weltorganisation für Meteorologie in Genf festgestellt, das globale Gegenmaßnahmen gegen den Klimawandel benötigt werden. 1992 folgte das Protokoll von Kyoto, dass für Industriestaaten quantifizierte Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen verpflichtend machte. Der größte Schwachpunkt des Kyoto-Protokoll war, dass es nur Industrieländer zu Zielen verpflichtete. Jedoch ein größerer Zuwachs bei Treibhausgasemissionen im letzten Jahrzehnt aus Entwicklungsländern stammte. Deshalb wurde intensiv an einem neuen, umfassenden Klimaschutzabkommen verhandelt. 2015 einigte man sich auf das Übereinkommen von Paris. Ziele des Pariser Klimaabkommens: - Begrenzung der globalen Erderwärmung auf maximal 2 Grad Celsius - globale Treibhausgasemissionen bis Mitte des 21. Jahrhunderts auf (netto) null senken - alle Staaten der Welt müssen alle fünf Jahre nationale Beiträge zur Emissionsreduktion vorlegen - Anpassungen an unvermeidbare Folgen des Klimawandels müssen behandelt werden - Maßnahmen zur Unterstützung von Entwicklungsländern Quelle sowie weitere Informationen gibts auf österreich .gv.at: https://www.oesterreich.gv.at/themen/bauen_wohnen_und_umwelt/klimaschutz/1/Seite.1000325.html
Eine Plastikinsel entsteht durch die Ansammlung von Kunststoffabfällen in den Ozeanen. Durch Strömungen werden diese Abfälle an bestimmte Stellen geschwemmt und bilden dort eine Art "Insel". Doch Vorsicht, diese Inseln bestehen nicht aus festem Boden, sondern aus unzähligen winzigen Plastikteilchen, die auf der Wasseroberfläche treiben. Die beiden größten Plastikinseln sind der Nordpazifische Müllstrudel und der Südpazifische Müllstrudel. Der Nordpazifische Müllstrudel, auch bekannt als "Great Pacific Garbage Patch", erstreckt sich über eine Fläche von etwa 1,6 Millionen Quadratkilometern – das entspricht in etwa dreimal der Größe von Deutschland! Im Südpazifischen Müllstrudel, auch "South Pacific Garbage Patch" genannt, sammelt sich der Plastikmüll auf einer Fläche von rund 2,5 Millionen Quadratkilometern an. Das ist fast so groß wie Indien! Wenn du mehr zu diesem Thema erfahren willst, können wir dir die Dokumentation "Plastic-Planet" sehr ans Herz legen.

Q

Das wir in einer Zeit des Überflusses leben, ist allgemein bekannt, dennoch muss man es sich ab und zu einfach wieder vor Augen führen. Denn jeden Tag werden wir mit dem Reiz nach etwas Neuem konfrontiert und so entscheidet man sich schneller denn je für ein neues Kleidungsstück oder ein neues Elektronikgerät. In Österreich produziert jede/r Einzelne von uns ca. 507 kg Müll im Jahr (lt. Statistik 2019 des umweltbundesamtes). Leider steigert sich diese Zahl von Jahr zu Jahr. Um sich von der Wegwerfgesellschaft zu lösen ist es wichtig mehr auf Qualität zu setzen. So kann vermieden werden, dass Eigentum binnen kürzester Zeit weggeworfen bzw. ausgetauscht wird. Eine Initiative des Landes Österreichs, um gegen die Wegwerfgesellschaft zu agieren, ist der Reparaturbonus, der bei kaputten Elektrogeräten beantragt werden kann. Hier der Link dazu: https://www.reparaturbonus.at/

R

Jede Minute werden weltweit tropische Regenwälder auf einer Fläche zerstört, die 10 Fußballfeldern gleicht. Die Hauptgründe für die Rodung von Regenwäldern sind der Anbau von Soja, Palmöl, Kautschuk, Kakao sowie die Flächennutzung für die Viehzucht, Holzschlag und die Suche nach Bodenschätzen. Tropische Regenwälder sind die Klimaanlage der Erde, sie binden Kohlenstoffdioxid aus der Luft. Ungefähr 20.000 Tonnen Kohlenstoff sind auf einem Quadratkilometer Amazonas-Regenwald gespeichert. Wie kann ich als Konsument:in den Regenwald schützen? Ganz klar beim Einkauf: verzichte auf Produkte mit Palmöl sowie auf Fleisch (Soja = Futtermittel). Außerdem braucht es politischen Druck den du z.B. durch die Organisation Greenpeace Österreich erreichst. Quelle: Faszination Regenwald & Greenpeace
Recycling ist der Prozess der Wiederverwertung von Materialien aus Abfällen, um sie in neuen Produkten wiederzuverwenden. Das Hauptziel des Recyclings besteht darin, die Menge an Abfall zu reduzieren, natürliche Ressourcen zu schonen und die Umweltauswirkungen der Produktion neuer Materialien zu verringern. Hier sind die Schritte:
  • Sammlung: Hierbei werden Abfälle gesammelt, die für das Recycling geeignet sind, z.B. Plastik, Glas und Papier
  • Trennung: Die Materialien werden sortiert, damit sie weiterverarbeitet werden können.
  • Verarbeitung: Die getrennten Materialien werden gereinigt, zerkleinert und zu Rohstoffen verarbeitet. Zum Beispiel werden Plastikflaschen zu Plastikpellets gemahlen oder Altpapier zu Papierfasern verarbeitet.
  • Neue Produkte: Die verarbeiteten Materialien werden dann verwendet, um neue Produkte herzustellen. Diese können ähnlich oder sogar identisch mit denjenigen sein, aus denen die ursprünglichen Abfälle bestanden.
  • Nutzung: Die neuen Produkte, die aus recycelten Materialien hergestellt wurden, gelangen zurück in den Konsumkreislauf und können von Verbrauchern erworben und genutzt werden.
Die Vorteile? Weniger Ressourcenverbrauch, Energieeinsparung, weniger Müll auf Deponien und ein grünerer Planet für uns alle!

S

Stellt das systematische Ausleihen von Gegenständen, Räumen und Flächen, besonders durch Privatpersonen und Interessensgruppen in den Vordergrund. Im Mittelpunkt steht hierbei der Gemeinschaftskonsum. Gute Beispiele für die Sharing-Economy sind Projekte wie Nachbarschaftsgärten, (privates) Carsharing oder City Bikes. Die Ökonomie des Teilens wird als Hoffnungsträger für mehr soziale Verantwortung und vor allem für die Ressourcenschonung gesehen. Die Stadt Wien und die WU Wien haben eine gemeinsame Plattform geschaffen, die alle Sharing-Aktivitäten in Wien dokumentiert. So hast du die Gelegenheit, deine Sharing-Initiative einzutragen oder eben interessante Projekte für dich zu entdecken. Hier gehts zu Sharing-Economy: https://www.sharing-economy.at/ Quelle: Wirtschaftslexikon Gabler und Stadt Wien
bezieht sich auf die Energie, die von der Sonne in Form von elektromagnetischer Strahlung erzeugt wird. Diese Strahlung umfasst verschiedene Arten von Licht, einschließlich sichtbarem Licht, Infrarot- und ultravioletter Strahlung. Die Solarenergie ist eine erneuerbare Energiequelle, da die Sonne eine nahezu unerschöpfliche Quelle ist und sich im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen nicht erschöpft. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Solarenergie zu nutzen:
  • Photovoltaik: Photovoltaik-Systeme, oft als Solarzellen bezeichnet, wandeln Sonnenlicht direkt in elektrische Energie um. Diese Solarzellen bestehen aus Halbleitermaterialien wie Silizium, die das Licht einfangen und in elektrischen Strom umwandeln.
  • Solarthermie: Solarthermische Systeme nutzen die Wärme der Sonne, um Wasser oder Luft zu erwärmen. Diese Wärme kann für Heizung, Warmwasserbereitung oder sogar für industrielle Prozesse genutzt werden.
  • Passive Solarenergie: Bei passiven Systemen wird das Design von Gebäuden genutzt, um natürliches Licht und Wärme einzufangen und zu nutzen, ohne aktive technische Geräte einzusetzen.

T

Sind Gase, die den sogenannten Treibhauseffekt verursachen. Zu den bekanntesten Treibhausgasen zählen Kohlenstoffdioxid, Methan und Lachgas. Diese Gase sind auf natürliche Art und Weise auch in der Atmosphäre zu finden, jedoch hat sich der Anteil im letzten Jahrhundert deutlich erhöht durch menschengemachte Quellen. Treibhauseffekt einfach erklärt: Die Erdoberfläche wird von kurzwelligen Sonnenstrahlen erwärmt. Unsere Erdoberfläche reflektiert die einfallende Strahlung als langwellige Wärmestrahlung, die von den atmosphärischen Treibhausgasen absorbiert wird. Durch die anschließende Abgabe dieser aufgenommenen Energie wird ein Teil der Strahlung wieder zurückgeschickt und somit die Erdoberfläche und die untere Atmosphärenschicht erwärmt. Im Video von wetteronline wird der Treibhauseffekt einfach und verständlich erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=u2adyPZuRa8 Quelle: myclimate Shape for the Future
Grüner Tourismus, auch bekannt als nachhaltiger Tourismus oder ökologischer Tourismus, bezieht sich auf eine Form des Reisens, bei der die Auswirkungen auf die Umwelt, die lokalen Gemeinschaften und die Kultur minimiert werden. 🌍 Das Hauptziel des grünen Tourismus besteht darin, die langfristige Nachhaltigkeit des Reise- und Tourismussektors sicherzustellen, indem negative Auswirkungen auf die natürliche Umwelt und die soziale Struktur reduziert werden. Dabei sollen sowohl ökologische als auch soziale Aspekte berücksichtigt werden. Der nachhaltige Tourismus spielt auch beim Österreichischen #Umweltzeichen eine große Rolle. Reiseveranstalter, Beherbergungsbetriebe, Hotellerie, Privatvermieter, Gastronomie, Schutzhütten, Campingplätze, Cateringunternehmen, Veranstaltungslocations und jetzt auch ganz neu nachhaltige Tourismusdestinationen haben die Möglichkeit sich mit dem Umweltzeichen zu zertifizieren. Lerne sie hier kennen. 

U

Ist das österreichische, staatlich geprüfte und unabhängige Gütesiegel für Umwelt, Qualität und Nachhaltigkeit.

Damit ein Produkt oder eine Dienstleistung das österreichische Umweltzeichen tragen darf, müssen Kriterien erfüllt und durch Dritte überprüft werden. Diese Kriterien sind öffentlich einsehbar und die PrüferI:innen oft externe und unabhängige Personen. Und genau diese Transparenz und unabhängige Überprüfung macht staatliche Gütesiegel so vertrauenswürdig. Die Träger des Gütesiegels müssen dieses auch in regelmäßigen Abständen erneuern.

Greifst du zu einem Produkt oder einer Dienstleistung, die ein staatliches Umweltzeichen trägt, kannst du dir sicher sein, dass das Produkt geringere Umweltauswirkungen hat als vergleichbare Produkte. Achte also bei der Produkt- oder Dienstleistungswahl auf ein staatlich geprüftes Gütesiegel.

Alle Kriterien und zertifizierte Produkte findest du auf der Website http://umweltzeichen.at

Prinzipiell wird das Österreichische #Umweltzeichen an Produkte oder Dienstleistungen, Tourismus- Gastronomiebetriebe sowie Schulen und außerschulische Bildungseinrichtungen vergeben. In den Sparten Tourismus und Bildung wird der gesamte Betrieb zertifiziert - hier ist somit eine uneingeschränkte Nutzung des Umweltzeichens für den öffentlichen Auftritt berechtigt.

Anträge auf die Verleihung des unabhängigen Gütesiegels für Umwelt und Qualität werden an den Verein für Konsumenteninformation (VKI) gerichtet. Die Zertifizierung mit dem Umweltzeichen muss nach einer gewissen Dauer wieder erneut geprüft und verlängert werden.

V

Ist die Gesamtheit aller Maßnahmen, die unser Mobilitätsverhalten und den Gütertransport so verändern, dass kein weiterer verkehrsbedingter Raubbau an natürlichen Lebensgrundlagen mehr stattfindet. Sie beinhaltet auch einen kulturellen Wandel, in dem eine Umverteilung des öffentlichen Raums gefordert wird.

Österreich ist Europameister im Straßenbau! Doch der Mobilitätsmix der Zukunft setzt nicht mehr auf Autos, Flugzeuge oder Schwerverkehr, sondern auf öffentlichen Verkehr wie Bahn und Bus sowie auf Radfahren und zu Fuß gehen.

Daher sollten die Milliardeninvestitionen nicht in den Straßenbau und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen gehen, sondern in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs - vor allem am Land. Gleichzeitig werden leistbare Tarife für alle Menschen gefordert.

Quelle und weitere Informationen findest du auf der Plattform der Verkehrswende: https://hubs.li/Q01rBWRn0

Der Begriff "vegan" bezieht sich auf eine Lebensweise und Ernährungsweise, bei der man sämtliche tierische Produkte meidet.  Veganerinnen und Veganer verzichten also auf Fleisch, Milchprodukte, Eier, Honig und andere Lebensmittel, die tierischen Ursprungs sind. Diese Entscheidung basiert oft auf ethischen, Umwelt- oder Gesundheitsgründen. Veganismus schließt auch den Verzicht auf tierische Produkte in Nicht-Lebensmittelbereichen ein, wie Kleidung, Kosmetik und andere Produkte, die tierische Bestandteile oder Tierversuche beinhalten könnten.   Stattdessen suchen Veganerinnen und Veganer nach pflanzlichen Alternativen und achten darauf, dass ihre Lebensweise keine Ausbeutung von Tieren unterstützt.

W

Eine Windkraftanlage oder Windenergieanlage wandelt die Bewegungsenergie des Windes in elektrische Energie um und speist sie in ein Stromnetz ein.

Ende 2021 erzeugten 1.307 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 3.300 Megawatt umweltfreundlichen Strom für rund 2,2 Mio. Haushalte in Österreich. Das spart 3,7 Mio. Tonnen CO2 - was ungefähr so viel CO2 wie 1,5 Mio. Autos ausstoßen. Interessant ist auch, dass die Windkraftanlagen mehr Strom produzieren, als das AKW Zwentendorf produziert hätte.

Niederösterreich führt die Spitze an mit 735 Anlagen, gefolgt vom Burgenland mit 427 Anlagen und der Steiermark mit 104 Windkraftanlagen. Dank der letzten Änderungen im Klimaschutzministerium können Windkraftanlagen sofort beantragt werden - auch wenn die Flächenwidmung der Gemeinde fehlt. Somit soll ein schnellerer Ausbau gewährleistet werden.

Quelle: Wikipedia, IG Windkraft

Wasserkraft ist eine erneuerbare Energiequelle, die die Energie fließenden oder fallenden Wassers nutzt, um elektrische Energie zu erzeugen. Dies geschieht entweder in Laufwasserkraftwerken, wo Flüsse gestaut werden und das Wasser über Turbinen geleitet wird, oder in Speicherkraftwerken, die die potenzielle Energie von in Stauseen gespeichertem Wasser nutzen. Wasserkraft ist umweltfreundlich und bietet eine flexible Energieerzeugung, hat jedoch ökologische Auswirkungen und erfordert geeignete topografische Bedingungen. Trotzdem bleibt sie eine bedeutende Quelle sauberer Energie weltweit. 💧

Derzeit sind in Österreich ca. 5.000 Wasserkraftwerke in Betrieb. Davon sind 4.000 Kleinwasserkraftwerke besonders für die regionale Versorgungssicherheit wichtig.
Quelle: Oekostrom .at

X/Y

Die Generation X umfasst alle Menschen, die zwischen 1965 und 1979 geboren wurden. Diese Jahrgänge werden auch als "Babyboomer" bezeichnet. Diese Generation ist geprägt von der Wirtschaftskrise, höheren Scheidungsraten und der verstärkten Suche nach Erfolg in der Arbeitswelt.

Die Generation Y umfasst alle Personen, die zwischen 1980 und 1993 geboren sind. Diese Altersgruppe hat die Anfänge und die rasanten Erfolge des Internets und die Globalisierung miterlebt. Der Erfolg im Arbeitsleben steht nicht mehr ganz so hoch im Kurs, sie konzentrieren sich lieber auf eine gute Work-Life-Balance.

Ist Klimaschutz ein Generationenkonflikt? Dieser Eindruck ist in den letzten Jahren entstanden, da die Generation Z (Menschen, die zwischen 1994 und 2010 geboren sind) sowie die Generation Alpha (Alle, die nach 2010 geboren sind) sich öffentlich und stark für den Klimaschutz einsetzt. Doch die Generationen lassen sich keinesfalls so einfach als "klimaschädlich" und "klimafreundlich" einteilen.

Lies hier, warum das so ist: https://utopia.de/ratgeber/generationen-xyz-und-das-klima/

Z

Nennt man das Ziel, den menschengemachten globalen Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Gerechnet wird dabei von Beginn der Industrialisierung bis zum Jahr 2100. Bei der 21. UN-Klimakonferenz 2015 haben fast alle Staaten der Erde einen Vertrag unterzeichnet, dass Sie Anstrengungen unternehmen wollen, um dieses Ziel einzuhalten. 1,5 Grad versus 2 Grad - wie dramatisch die Folgen der Klimaerwärmung bei 2 Grad im Vergleich zu 1,5 Grad Celsius wären, zeigt ein Sonderbericht der IPCC. Es hätte deutlich schlimmere Folgen für das Artensterben, Extremwetter, die menschliche Gesundheit und den Anstieg des Meeresspiegels.  Die Folgen des Klimawandels sind auf jedem bewohnten Kontinent und in den Ozeanen zu spüren. Sie sind jedoch nicht überall auf der Welt gleichermaßen ausgeprägt. Hier liest du mehr zum Vergleich: https://hubs.li/Q01sP6Sn0 Quelle: Wikipedia und WWF Österreich

In der Welt der Biologie bedeutet "Zersetzung" den Prozess, bei dem chemische Verbindungen durch physische, chemische oder biologische Einflüsse in kleinere Moleküle oder Elemente aufgespalten werden.

Jetzt, wenn wir über die Umwelt sprechen, dann bezieht sich der Begriff "Zersetzung" darauf, wie organische Substanzen von kleinen Mikroorganismen biologisch abgebaut werden. Während dieses Vorgangs werden komplexe organische Verbindungen in einfachere Substanzen wie Kohlendioxid, Wasser und Mineralstoffe umgewandelt.

Einige Beispiele für die Zersetzung sind:

1. Wenn Blätter, Äste und andere pflanzliche Materialien im Boden von Bodenmikroorganismen abgebaut werden.
2. Wenn wir Abfälle in einem Komposthaufen entsorgen und Mikroorganismen dieses organische Material zersetzen, um daraus nährstoffreiche Erde zu machen.
3. Wenn tote Tiere von Aasfressern und Mikroorganismen abgebaut werden.

Quelle: Umweltdatenbank.de